OPTIMIERUNG DER PC-LÜFTERKONFIGURATION FÜR DEN LUFTSTROM OPTIMIERUNG DER PC-LÜFTERKONFIGURATION FÜR DEN LUFTSTROM

OPTIMIERUNG DER PC-LÜFTERKONFIGURATION FÜR DEN LUFTSTROM

Man könnte annehmen, dass mehr Lüfter den PC kühler laufen lassen. Aber bei einem mangelhaften Luftstrom, helfen auch größere Lüfter nicht.

Eine schlechte Lüfterkonfiguration kann heiße Luft einschließen und den Luftdruck im Gehäuse beeinträchtigen. Durch einfache Neuanordnung der Lüfter können Sie die Kühlleistung Ihres PCs drastisch verbessern.

WIE FUNKTIONIERT DER LUFTSTROM IN EINEM PC?

Ein Lüfter bläst Luft nur in eine Richtung. Je nach Ausrichtung kann es sich entweder um einen Ansauglüfter handeln, der Luft in das Gehäuse saugt, oder um einen Absauglüfter, der Luft aus dem Gehäuse bläst.

Das Gleichgewicht zwischen Zu- und Abluft bestimmt den Luftdruck im Inneren des Gehäuses, auch als Gehäuse-Luftdruck bezeichnet. Zu viel Zuluft erzeugt einen positiven Druck, während zu viel Abluft einen negativen Druck verursacht. Keines der beiden Extreme ist ideal. Ein leicht positiver bzw. neutraler Luftdruck – bei der Zu- und Abluft ausgeglichen sind – ist für die meisten Konfigurationen am besten.

Der nächste Schritt besteht in der Optimierung der Luftstromrichtung. Die heißesten Komponenten in einem PC sind in der Regel die CPU und die GPU. Beide benötigen eine konstante Zufuhr von frischer, kühler Luft durch die Ansauglüfter, während die Absauglüfter die von den Komponenten produzierte Heißluft zügig abführen.

Dies lässt sich am besten mit einer Luftstromführung von der Vorder- zur Rückseite und/oder von der Unter- zur Oberseite erzielen. Ansauglüfter werden in der Regel an der Gehäusevorder- und -unterseite angebracht, während Absauglüfter an der Gehäuseober- und -rückseite platziert werden. Diese Konfiguration eignet sich für fast alle Mid-Tower-PC-Gehäuse.

WELCHE LÜFTERKONFIGURATION IST FÜR SIE DIE BESTE?

Lüfter haben normalerweise drei Größen: 120 mm, 140 mm und manchmal auch 200 mm. Größere Lüfter sind meistens leiser, weil sie langsamer drehen können. Wenn Ihr Gehäuse es zulässt, sollten Sie sich generell für größere Lüfter entscheiden, da sie mehr Luft umsetzen und dabei langsamer und leiser rotieren.

Für Einsteiger ist ein Gehäuse mit vorinstallierten Lüftern ideal. Bei einer einfachen Konfiguration mit drei Lüftern sollten Sie einen Absauglüfter hinten und zwei Ansauglüfter vorne verwenden. Bei einer Konfiguration mit fünf Lüftern können Sie einen Ansauglüfter unten und einen Absauglüfter oben hinzufügen. Wenn Ihr Gehäuse keine Bodenlüfter unterstützt, fügen Sie stattdessen einen dritten Ansauglüfter vorne hinzu, mit zwei Absauglüftern hinten und oben. Für einen hervorragenden Luftstrom sorgt ebenfalls eine Konfiguration mit vier Lüftern, zwei Ansauglüftern und zwei Absauglüftern.

In letzter Zeit sind Panorama-Gehäuse im „Aquarium”-Stil immer beliebter geworden. Diese verfügen über eine Frontscheibe aus Glas, wobei die Ansauglüfter an die Seite verlegt sind. INVADER X BTF ist ein Beispiel dafür und kommt mit fünf vorinstallierten Lüftern, von denen vier ein Reverse-Design zur Leistungsoptimierung besitzen. Die Luftstromprinzipien bleiben bei diesen Gehäusen unverändert, mit seitlichem Einlass sowie hinterem/oberen Auslass.

Bei Nutzung eines AIO-Flüssigkühlers für die CPU, kann ein vorderseitig montierter Kühlkörper mit Ansauglüftern bei der Erzielung niedrigerer CPU-Temperaturen helfen. Das ist ideal für produktivitätsorientierte PCs, auf denen CPU-intensive Software läuft. Die Verwendung eines oben montierten Kühlkörpers für die Abluft gestattet ausgeglichenere CPU- und GPU-Temperaturen, was generell für Gaming-PCs besser geeignet ist.

TIPPS ZUR OPTIMIERUNG DER LÜFTERLEISTUNG

Staub ist der größte Feind von PC-Komponenten. Um Ihren PC sauber zu halten und einen optimalen Luftstrom zu gewährleisten, sollten Sie daher alle Ansauglüfter mit Staubfiltern ausstatten und diese regelmäßig reinigen. Ordentliches Kabelmanagement fördert zudem einen reibungslosen Luftstrom, da Kabelgewirr Turbulenzen verursachen kann.

Eine weitere Empfehlung ist, An- und Absauglüfter nicht nebeneinander zu platzieren. Dadurch entsteht eine „tote Zone“, in der Frischluft sofort wieder hinausbefördert wird, ohne Zirkulation durch das Gehäuse.

Für Einsteiger sind Lüfter wie der HURRICANE MAG 120 ARGB PWM praktisch. Sie können mit einem einzigen Klick auf den integrierten Kabel-Controller zwischen Zu- und Abluftmodus wechseln, ohne physische Neuinstallation des Lüfters.


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